Wie die MINIPHÄNOMENTA aus Kindern kleine Forschende macht

Drei Jungen im Grundschulalter experimentieren in einer Turnhalle an einer MINIPHÄNOMENTA-Station mit einem orangefarbenen Trichter und Schläuchen, um Schallwellen und Töne zu erforschen.

Bloß nichts anfassen? Von wegen! Bei der MINIPHÄNOMENTA an der Grundschule Weihenzell war Ausprobieren ausdrücklich erwünscht – und zwar ganz ohne die Erklärungen der Erwachsenen. Das MINT-Projekt der Bildungsinitiative Technik – Zukunft in Bayern zeigt eindrucksvoll, wie man schon bei den Kleinsten den Entdeckergeist weckt. Ein Blick in ein Schulhaus, das zwei Wochen lang Kopf stand. 

Drei Jungen im Grundschulalter experimentieren in einer Turnhalle an einer MINIPHÄNOMENTA-Station mit einem orangefarbenen Trichter und Schläuchen, um Schallwellen und Töne zu erforschen.

Der „Aha!“-Effekt: Wenn aus Grundschulkindern echte Entdecker werden

Manchmal ist die beste Lehrmethode, sich als Erwachsener einfach mal zurückzuhalten. Genau das ist das Geheimnis der MINIPHÄNOMENTA, die gerade an der Grundschule Weihenzell für leuchtende Augen gesorgt hat. Zwei Wochen lang verwandelten sich Flure und Klassenzimmer in einen interaktiven Parcours, an dem Schwerkraft, Luftdruck oder optische Täuschungen nicht stumpf auswendig gelernt, sondern im wahrsten Sinne des Wortes begriffen wurden. 

Das Besondere: Es gibt keine Anleitungen. Die Kinder beobachten, testen, verwerfen Theorien und finden ihre eigenen Antworten. Das stärkt nicht nur das Verständnis für Naturwissenschaften, sondern auch das Selbstbewusstsein und die Eigeninitiative. 

Nachhaltigkeit, die zusammenschweißt

Das Projekt geht jedoch weit über die zwei Wochen Forscherzeit hinaus. Beim großen „Tag der Öffentlichkeit“ schnupperte die gesamte Schulfamilie Laborluft. Das langfristige Ziel ist es nun, gemeinsam anzupacken: Eltern, Lehrkräfte und Schule wollen die Stationen nachbauen, um den Forschergeist dauerhaft im Schulalltag zu verankern. 

Wie tief das Projekt den Schulalltag verändert hat, beschreibt Schulleiterin Christine Rabenstein: „Die Kinder freuen sich auf die tägliche MINIPHÄNOMENTA-Zeit und sind fasziniert von den verschiedenen Experimenten. Alles selbst ausprobieren zu können, macht besonders viel Spaß. Sie können immer wieder kommen, einen Versuch wiederholen oder variieren. Die Kinder sammeln Forscherwörter, stellen Fragen, beobachten genau und finden eigene Erklärungen für physikalische Phänomene. Selbst in den ersten Klassen verändern sich mit der zunehmenden Erfahrung die Gespräche über die Experimente. Wenn Kinder vor dem Nachhause gehen noch schnell was ausprobieren wollen oder mit ihren Eltern beim Abholen noch an verschiedenen Stationen stehen bleiben, wenn aus Kindern kleine Forscher werden, begeistert das auch uns Lehrkräfte.“ 

Frühe MINT-Bildung im Netzwerk des bbw e. V.

Für das Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft (bbw) e. V. und die bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm (als Hauptförderer) ist das Projekt ein Paradebeispiel für gelungene, frühzeitige Orientierung. Denn die Weichen für das Interesse an MINT-Berufen werden oft schon im Kindesalter gestellt. 

Die MINIPHÄNOMENTA ist Teil der Bildungsinitiative Technik – Zukunft in Bayern, die seit mittlerweile 25 Jahren junge Menschen für die Technik von heute und morgen begeistert.

Weitere Informationen und Pressematerial finden Sie unter www.tezba.de/.

Fotografin:  Ute Würflein