Berufe mit Zukunft

Wie lassen sich riesige Mengen biologischer Daten auswerten? Und wie können Computer dabei helfen, Krankheiten besser zu verstehen oder neue Medikamente zu entwickeln? Im Bachelorstudiengang Bioinformatik verbindest du Informatik mit Biologie, Mathematik und Medizin. Du entwickelst Software, analysierst komplexe Datensätze und trägst dazu bei, wissenschaftliche und medizinische Fragestellungen mithilfe moderner Technologien zu lösen.

Was macht man als Bioinformatiker [m/w/d]?

Eine Frau sitzt vor einem Laptop und trägt einen weißen Kittel. Hinter ihr stehen verschiedene Geräte aus einem Labor

Mit einem Abschluss in Bioinformatik arbeitest du an der Schnittstelle von Informatik, Biologie und Medizin. Du entwickelst Programme und Algorithmen, mit denen biologische Daten – beispielsweise aus der Genetik oder Molekularbiologie – analysiert und ausgewertet werden können. Außerdem modellierst und simulierst du biologische Prozesse, entwickelst Datenbanken und visualisierst komplexe Zusammenhänge. Die Ergebnisse werden unter anderem in der medizinischen Forschung, der Biotechnologie oder der Pharmaindustrie genutzt.

Eine Frau sitzt vor einem Laptop und trägt einen weißen Kittel. Hinter ihr stehen verschiedene Geräte aus einem Labor

Worum geht es im Studiengang?

Im Bachelorstudium Bioinformatik beschäftigst du dich mit den Grundlagen der Informatik, Biologie, Mathematik und Chemie. Zu den Studieninhalten gehören unter anderem Programmierung, Algorithmen, Datenbanken, Genetik, Molekularbiologie, Statistik und Künstliche Intelligenz.

In Praktika und Projekten lernst du, biologische Datensätze zu analysieren, Software zu entwickeln und moderne Methoden der Datenverarbeitung anzuwenden. Das Bachelorstudium dauert in der Regel 6 bis 7 Semester und verbindet theoretisches Wissen mit vielen praktischen Anwendungen.

Was sind deine Aufgaben?

Du entwickelst Software und Algorithmen zur Analyse biologischer Daten und wertest große Datenmengen, beispielsweise aus der Genomforschung, aus. Außerdem programmierst du Datenbanken, simulierst biologische oder chemische Prozesse und visualisierst komplexe Strukturen. Je nach Einsatzgebiet arbeitest du auch mit Künstlicher Intelligenz und Machine Learning, um Muster in biologischen Daten zu erkennen und neue Erkenntnisse für Forschung und Medizin zu gewinnen. Dabei arbeitest du eng mit Biologen, Medizinern und Informatikern zusammen.

Das solltest du mitbringen!

  • Du solltest Spaß daran haben, Software zu entwickeln und komplexe Daten mit digitalen Werkzeugen auszuwerten.
  • Das Studium verbindet Informatik mit Biologie, Medizin und Biotechnologie. Neugier auf genetische Prozesse, Zellen oder medizinische Fragestellungen ist daher von Vorteil.
  • Viele biologische Daten werden mit mathematischen Modellen und statistischen Verfahren analysiert.
  • Du solltest komplexe Zusammenhänge erkennen und strukturiert an Problemlösungen arbeiten.
  • Die Auswertung großer Datenmengen erfordert genaues Arbeiten und Geduld.
  • Bioinformatik ist interdisziplinär – du arbeitest häufig mit Fachleuten aus Biologie, Medizin, Pharmazie oder Informatik zusammen.

Wie sind die Karriereaussichten?

Die Berufsaussichten sind sehr gut, denn die Auswertung biologischer Daten wird in Forschung und Industrie immer wichtiger. Absolventinnen und Absolventen arbeiten beispielsweise in der Pharmaindustrie, Biotechnologie, Medizintechnik, medizinischen Forschung oder Softwareentwicklung. Auch Tätigkeiten in der IT-Qualitätssicherung, im Testing oder im technischen Vertrieb sind möglich. Für viele Führungspositionen oder Tätigkeiten in der Forschung wird anschließend ein Masterstudium empfohlen.